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Neue Kommentare

abblatteln --> ja (zu Oblattln) [ von Siebenstecken am 2008-12-03 19:43:46 ]
Ich ziehe in solchen Fällen das Wörterbuch "Bairisches Deutsch" zurate, das zwar eigentlich nur für Altbayern gedacht ist, jedoch aufgrund der bairisch-österreichischen bzw. ostoberdeutschen Sprachschicht auch für Österreich nützlich ist, weil dort die Wörter in ihrer (ergründeten) schriftstandardsprachlichen Form aufgeführt sind. Ich weiß nicht, welches Wörterbuch in Österreich (abgesehen vom ÖWB) ähnliches leistet.

Gut, dann darf Vorarlberg nicht fehlen! (zu Kutza (Vorarlberg)) [ von Weibi am 2008-12-03 19:40:02 ]
Weil - mit dr Kutza kama gär so schö knutza! Da kommt vielleicht am besten die Verwandtschaft mit der Kutte heraus. lG, Weibi

Herzmanovsky-Orlando (zu Kuchlmensch, das) [ von Koschutnig am 2008-12-03 19:38:40 ]
aus "Der Gaulschreck im Rosengarten":
"Ich hab's von der Erpelstecher Wab'n..., wissen S', die was ehender drittes Kuchelmensch war beim Grafen Kegelvich"

Geschirrspüler (zu Geschirrspüler) [ von Siebenstecken am 2008-12-03 19:35:27 ]
"Geschirrspüler" ist nicht speziell österreichisch. Der Unterschied zumindest in Deutschland ist, dass "Geschirrspüler" in Richtung Umgangssprache geht, während "Geschirrspülmaschine" das förmlichere Wort ist, und "Spülmaschine" eine Kurzform davon.

Aus Nestroy: "Der Unbedeutende": (zu Kridatar) [ von Koschutnig am 2008-12-03 19:28:13 ]
"wer nicht als nobler Kridatar auf seine neugekaufte Villa in d' Schweiz kann fahren, der geht dem Schuster mit a paar Juchtene durch"

"abblatteln" (zu Oblattln) [ von Koschutnig am 2008-12-03 18:36:50 ]
mit diversen Aussprachevarianten (oo-/åb-)kinnat doch als Eintråg hinhauen, oda?

Deutscher Slang hat gesiegt (zu Mathés) [ von Koschutnig am 2008-12-03 18:29:35 ]


Hausmann? (zu Geschirrspüler) [ von Koschutnig am 2008-12-03 18:00:24 ]
Wenn in einem Wort 'spülen' für 'abwaschen' steckt, kann's zumindest der Herkunft nach nicht recht österreichisch sein. Da sind wir im Ösiland doch gründlicher: Spülen allein reicht doch wirklich nicht!

dankscheen hat Recht (zu Fritz) [ von Koschutnig am 2008-12-03 17:29:36 ]
Alle diese Namen auf -z: Fritz,Heinz, Lutz, Götz, wie Hinz und Kunz, sind eigentlich Koseformen zu Friedrich, Heinrich, Ludwig, Gottfried, Konrad und stammen aus dem mitteldeutschen Raum (Harzgegend, Thüringen).
Die Königsnamen Heinrich (niederdeutsch Hinrik) und Konrad werden 1100 - 1300 als Namen so beliebt, dass 'Hinz und Kunz' zu 'jeder beliebige' wird.
Doch woher kamen die einst von Meinl geschluckten "Brüder Kunz"?
Eine solche Firma - Kafferöster! - gibt's noch immer in Olsberg, Westfalen.

Hatscheter Hadschi ? (zu hatschen) [ von Koschutnig am 2008-12-03 15:57:19 ]
Se non è vero, è ben trovato...
aber die nette Geschicht, dass das 'Hatschen' mit der 'Hadsch' zusammenhängt (und damit käm ja auch der Hadschi Halef Omar zu Ehren!) ist tatsächlich nur eine nette Geschichte.
Offenbar gibt's außer Volksetymologie auch eine Journalistenetymologie, die derlei in die Welt setzt oder nachplappert(wie z.B. dass Gründonnerstag von 'greinen' kommt) Denn:
Maria Hornung: "Wörterbuch der Wiener Mundart": "hadschn (hatschen): mühsam, schwerfällig, schlurfend gehen. Bair.-österr. Sonderwort, Herkunft unsicher, evtl. mit 'hutschen' und 'hätscheln' verwandt"
oder - wird ja schon in einem andern Kommentar zitiert -
PeterWehle: "Sprechen Sie Wienerisch?": "hatschen: hinken, schwerfällig gehen, vermutl. lautmalend (vgl. Watschen, Pletschn, Flitschn), beeinflusst von Haxen, mhd. 'hakezen'; vielleicht v. mhd. 'hatsche' = Ente. Allenfalls würd ich mir noch slawischen Einfluss einreden lassen (tschech. 'chodit', kroat. 'hodati': gehen, wandern)
Doch DER STANDARD (Dez. 2007): "Millionen Muslime beginnen Pilgerfahrt Hadsch" - verbindet die Haddj mit dem Hatschen - aber die meisten Pilger ja nicht hatschen, sie fliegen!

4x - Kotzen 2x, Kotzn, Kotze - (zu Kotzen) [ von Koschutnig am 2008-12-03 15:10:57 ]
gibt's das Wort nun
'system' war der erste (1.7.2005):
'dankscheens' Eintrag entspricht am ehesten der gewünschten "offiziellen Schriftform".
Könnte bzw.sollte man das ugs. häufige Endungs-n "Kotze(n) (vgl. 'a Wiesn', 'a Straßn', 'a Seitn', 'a Entn'...) nicht unter "Aussprache" anführen?
Das Wort gibt es auch in versch. Gegenden Deutschlands -'die Kotze/der Kotzen'.
Ein altes Wort: ahd. 'chozzo, chozza'("grobes Wollzeug als Umhang oder Decke")
Verwandt ist 'Kotze' z.B. mit 'Kutte', mit poln. 'koc' (männlich, "Decke"), mit engl. 'coat' (Trenchcoat, Petticoat), mit frz. 'cotte' ("Tunika über der Rüstung")

@JoDo > http://tinyurl.com/5v8hrf
Retti (OeWB) "AT - Kaernten: nicht bekannt als Kotzen, sondern als Kotze"
jedoch: Kärnten ist zwar nicht groß, aber reich an unterschiedlichen Dialekten.

(zu ich stehe auf dich) [ von clavicula am 2008-12-03 11:14:29 ]
Bekannt ja, aber wenn man auf jemanden steht, muss man ihn doch nicht zwangsweise lieben. "Kennst du die neue Trafikantin" - "ja, die schaut gut aus" - "ich steh total auf die"

(zu Schwarzkappler) [ von clavicula am 2008-12-03 10:50:55 ]
Den Eintrag gibt es doch schon!

(zu Infanterieheizung) [ von clavicula am 2008-12-03 10:42:16 ]
"Ist jemandem kalt?" - "Ja, mir" - "Gut, dann schalten wir die Infanterieheizung ein, Habt Acht, rechts um, im Schritt Marsch"

(zu hatschen) [ von clavicula am 2008-12-03 10:12:47 ]
es sollte wohl zumindest in der Aussprache auf "haadschn" hingedeutet werden. wenn man das wort nicht kennt und so liest, dann wird das a wohl kurz ausgesprochen.

Friedhofstribüne (zu Friedhofstribüne) [ von emmerich am 2008-12-03 06:58:20 ]
Das hat mit Friedhof nichts zu tun. Wahscheinlich kommt es von Rapid gegen Austria.

Danke (zu Resl , Resi) [ von JoDo am 2008-12-03 05:40:09 ]
klaser

Da gibt es noch mehr: (zu A E I O U) [ von klaser am 2008-12-03 00:54:43 ]
A.E.I.O.U. ist ein habsburgischer Wahlspruch, den Kaiser Friedrich III. (1415–1493) als Signatur auf seinem Tafelgeschirr, seinem Wappen sowie auf Bauwerken, wie der Burg in Wiener Neustadt und dem Linzer Schloss, anbringen ließ. Unter Erzherzogin Maria Theresia wurde dieser Wahl- und Eignungsspruch auch im Wappen und auf der weltältesten Militärakademie (1752) in Wiener Neustadt angebracht. Er ziert noch heute das Wappen und die Siegelringe der Absolventen der Akademie, das heißt der ausgemusterten Jungoffiziere. Vom Historiker Alfons Lhotsky stammt eine Zusammenstellung von 86 der über 300 bekannt gewordenen Deutungen, einige davon lauten wie folgt: * Austriae est imperare orbi universo (es ist Österreich bestimmt, die Welt zu beherrschen) * Austria erit in orbe ultima (Österreich wird im Erdkreis das letzte (Land) sein) * Austria est imperium optime unita (Österreich ist ein aufs Beste geeinigtes Reich) * Augustus est iustitiae optimus vindex (der Kaiser ist der beste Beschützer der Gerechtigkeit) * Alles Erdreich ist Österreich untertan (16./17. Jahrhundert) * Austria est imperatrix omnis universi (Österreich ist die Beherrscherin der ganzen Welt) In den Schulen wird meistens die zweite Version vorgestellt, die auch den Vorteil hat, wegen des Versmaßes, „ins Ohr zu gehen“. Der Volksmund und manche Künstler haben auch weniger ernsthafte Interpretationen hervorgebracht: * Am End' is' ollas umasunst (Anklang an manche Wienerlieder) * Allen Ernstes ist Österreich unwiderstehlich * Alte Esel j(i)ubeln ohne Unterlass * Aller Ehrgeiz ist Österreich unbekannt * Also eigentlich ist's ohnehin unwichtig * Aerarisches Essen ist oft ungenießbar (angeblich MilAk 1911) * Aller Ehren ist Österreich voll (in Anspielung darauf, dass im Lateinischen U wie V geschrieben wird) Eugen Rosenstock-Huessy (1888–1973) bot 1951 die Lesart: Austria Europae Imago, Onus, Unio –­ Österreich als Europas Ebenbild, Belastung und Zwang zur Einigung.

Liebe Leute, (zu Resl , Resi) [ von klaser am 2008-12-03 00:48:51 ]
ich kenne ein bewährtes Paartherapeuten-Paar; Tel.-Nr. auf Anfrage...

jaja das kennt man... (zu Flachlandtiroler) [ von clavicula am 2008-12-03 00:14:23 ]
auch aus der Piefke Sage zum Beispiel. "zupf di, du flachlandtiroler"

"Geh'! (zu Urschl) [ von Weibi am 2008-12-02 21:42:19 ]
Des is a blede Urschl!". Hört man oft. An dieser Stelle wollen wir ostarrichianer uns schon mal bei allen Ursulas entschuldigen. Ist so. Wir wissen nicht, woher es kommt/kam. :)

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